Microsoft Teams: Neue Malware-Welle – Was Unternehmen jetzt tun müssen
In der heutigen digitalen Welt sind Cyberangriffe eine ernsthafte Bedrohung für Unternehmen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Anzahl und Raffinesse von Angriffen nimmt stetig zu. Dabei stehen besonders beliebte Kommunikationsplattformen wie Microsoft Teams im Fokus von Kriminellen. In den letzten Wochen gab es eine neue Angriffswelle, die auf eine bisher unbekannte Schadsoftware – die sogenannte „Snow“-Malware – setzt. Besonders betroffen sind Branchen wie Hotellerie, Verlage, Medienagenturen und andere Unternehmen, die auf schnelle und effiziente Zusammenarbeit angewiesen sind.
Aktuelle Angriffe über Microsoft Teams setzen gezielt auf Social Engineering, um Mitarbeitende zu täuschen und Unternehmensdaten zu stehlen. Die Bedrohung ist real: Ein professionelles Vorgehen ist jetzt gefragt, um Ihre Datensicherheit und den umfassenden Unternehmensschutz sicherzustellen. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie Sie Ihr Unternehmen aktiv schützen können und welche konkreten Schritte Sie jetzt umsetzen sollten.
comm-IT bietet maßgeschneiderte Lösungen zur Stärkung Ihrer Datensicherheit und zum Schutz vor solchen Bedrohungen. Nutzen Sie unser Know-how und vermeiden Sie unangenehme Folgen eines Cyberangriffs.
Verstehen der Bedrohung: Snow-Malware
Was ist Snow-Malware?
Die sogenannte „Snow“-Malware wurde erstmals im April 2026 von Sicherheitsforschern entdeckt. Sie wird von einer Bedrohungsgruppe eingesetzt, die unter dem Kürzel UNC6692 geführt wird. Die Besonderheit dieser Malware liegt darin, dass sie speziell dafür entwickelt wurde, über Microsoft Teams in Unternehmen einzudringen.
Snow-Malware ist ein Schadprogramm, das aus mehreren Komponenten besteht: einem Browser-Plugin, einem sogenannten „Tunneler“ und einem Backdoor-Modul. Jedes dieser Elemente dient dazu, Daten aus Ihrem Unternehmen zu stehlen oder unbemerkt Schadcode nachzuladen.
Im Gegensatz zu klassischen Viren oder Würmern, die wahllos Netzwerke infizieren, setzt Snow gezielt auf Social Engineering und nutzt die Vertrauensbasis innerhalb von Teams-Chats aus. Das Ziel: Zugang zu sensiblen Unternehmensdaten und langfristige Kontrolle über kompromittierte Systeme.
Wie funktioniert der Angriff?
Die Angreifer gehen dabei in mehreren Schritten vor:
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Impersonation und Social Engineering: Kriminelle geben sich als legitime Kolleg:innen oder als Support-Mitarbeitende aus. Über Chat-Einladungen oder direkte Nachrichten in Microsoft Teams werden Mitarbeitende dazu gebracht, auf Links zu klicken oder scheinbar harmlose Dateien zu öffnen.
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Verteilung der Malware: Der Chat enthält entweder einen Link zu einer schädlichen Webseite oder eine Datei, die das eigentliche Schadprogramm enthält. Häufig wird ein Browser-Plugin angeboten, das angeblich die Arbeit erleichtern soll.
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Installation und Ausführung: Nach dem Klick auf den Link oder das Akzeptieren der Datei wird die Snow-Malware auf dem Rechner installiert. Sie eröffnet einen sogenannten „Tunnel“, über den Angreifer Zugriff auf das interne Netzwerk erhalten. Die Backdoor-Komponente macht es möglich, beliebige Befehle auszuführen oder weitere Schadsoftware nachzuladen.
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Datendiebstahl und Ausweitung: Über die installierte Malware können Angreifer sensible Daten (z.B. Kundendaten, Finanzdaten, interne Dokumente) abziehen oder das infizierte System zur weiteren Ausbreitung im Unternehmen nutzen.
Microsoft Teams wird im Arbeitsalltag oft als sicher wahrgenommen – und genau dieses Vertrauen nutzen Kriminelle gezielt aus.
Risiken für Unternehmen
Zielgruppen der Angriffe
Hotels, Verlage und Medienagenturen stehen besonders im Fokus, da sie häufig mit vertraulichen Kundendaten, Buchungsinformationen oder urheberrechtlich geschützten Inhalten arbeiten. Ebenso betroffen sind Rechtsanwälte, Steuerberater und sämtliche KMU, die über Microsoft Teams Meetings, Dateien und Nachrichten austauschen.
Die Angreifer wählen ihre Ziele gezielt aus, weil hier ein erfolgreicher Angriff besonders lukrativ ist. In diesen Branchen ist ein reibungsloser Informationsfluss entscheidend – und genau das nutzen Cyberkriminelle aus.
Folgen eines Angriffs
Ein erfolgreicher Cyberangriff mit Snow-Malware kann weitreichende Folgen haben:
- Datenverlust: Kundendaten, interne Dokumente oder vertrauliche Geschäftsunterlagen können in falsche Hände geraten.
- Unterbrechung des Geschäftsbetriebs: Systeme müssen nach einem Angriff oft zeitaufwändig überprüft und gegebenenfalls neu aufgesetzt werden.
- Reputationsschäden: Gerade in der Hotellerie oder bei Verlagen kann ein Datenverlust das Vertrauen der Kund:innen nachhaltig schädigen.
- Finanzielle Einbußen: Neben potenziellen Lösegeldforderungen oder dem Verlust wertvoller Daten entstehen Kosten für Wiederherstellung, IT-Forensik und ggf. rechtliche Schritte.
Präventive Maßnahmen für KMUs
Schulung der Mitarbeiter
Ein entscheidender Schritt für den Unternehmensschutz ist die gezielte Sensibilisierung Ihrer Mitarbeitenden. Denn Social Engineering lebt davon, menschliche Schwächen auszunutzen.
- Regelmäßige Awareness-Trainings: Schulen Sie Ihr Team regelmäßig zu aktuellen Cyberangriffen, wie sie beispielsweise über Microsoft Teams laufen.
- Beispiele und Rollenspiele: Durch praxisnahe Übungen erkennen Mitarbeitende verdächtige Nachrichten oder ungewöhnliche Anfragen schneller.
- Klare Meldewege: Legen Sie fest, an wen sich Mitarbeitende bei verdächtigen Vorfällen wenden können, und machen Sie diese Information leicht zugänglich.
Mit einer geschulten Belegschaft senken Sie das Risiko erfolgreicher Angriffe erheblich.
Technische Schutzmaßnahmen
Neben der Schulung ist die technische Absicherung das zweite Standbein jedes Cyber-Sicherheitskonzepts.
- Sicherheitssoftware und Endgeräteschutz: Moderne Antiviren- und Endpoint-Lösungen erkennen die meisten Schadprogramme bereits beim Download oder Ausführen. Lösungen wie ThreatDown Virenschutz bieten einen umfassenden Schutz und werden laufend aktualisiert, um auch neue Bedrohungen wie Snow zu erkennen.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Aktivieren Sie 2FA für alle Microsoft Teams Konten. Das erschwert es Angreifern, auch bei gestohlenen Zugangsdaten Schaden anzurichten.
- Regelmäßige Updates: Halten Sie Betriebssysteme, Browser und alle eingesetzten Programme stets auf dem neuesten Stand. Viele Angriffe nutzen bekannte Schwachstellen, für die es längst Updates gibt.
- Eingeschränkte Benutzerrechte: Mitarbeitende sollten nur die Zugriffsrechte erhalten, die sie wirklich benötigen. So kann ein kompromittiertes Konto weniger Schaden anrichten.
- Monitoring und Alarmierung: Setzen Sie auf Lösungen, die verdächtige Aktivitäten oder ungewöhnliche Zugriffe melden.
Verlassen Sie sich auf professionelle Unterstützung: Mehr zu IT-Betreuung und Managed Services.
Praktische Handlungsempfehlungen für österreichische Unternehmen
Schritt 1: Bestehende Prozesse überprüfen
Nehmen Sie sich Zeit, die aktuell genutzten Kommunikations- und Sicherheitsprozesse zu überprüfen. Nutzen Sie Checklisten, um Schwachstellen zu identifizieren. Prüfen Sie insbesondere:
- Wer hat Zugriff auf Microsoft Teams?
- Sind alle Mitarbeitenden über aktuelle Cyberrisiken informiert?
- Gibt es eine Notfallstrategie für Cyberangriffe?
Schritt 2: Sicherheitsrichtlinien anpassen
Erstellen oder aktualisieren Sie Ihre IT-Sicherheitsrichtlinien. Definieren Sie klare Vorgaben für den Umgang mit verdächtigen Nachrichten, Anhängen und Links. Sensibilisieren Sie Ihr Team für die besonderen Risiken bei der Nutzung von Microsoft Teams.
Schritt 3: Schulungen und Awareness-Programme implementieren
Starten Sie mit regelmäßigen Trainings. Nutzen Sie interne Schulungen oder externe Expert:innen, um über die neuesten Angriffsformen zu informieren. Bieten Sie auch kurze Online-Kurse und Infoblätter an, die auf die wichtigsten Verhaltensregeln eingehen.
Schritt 4: Technische Infrastruktur absichern
- Setzen Sie auf zentrale Verwaltung von Endgeräten und Software-Updates.
- Nutzen Sie moderne Sicherheitslösungen wie ThreatDown Virenschutz.
- Aktivieren Sie die Protokollierung und Überwachung von verdächtigen Aktivitäten in Microsoft Teams.
Schritt 5: Externe Expertise einholen
Gerade für KMU lohnt es sich, externe Expert:innen für Netzwerk und IT-Sicherheit einzubinden. Sie erhalten so einen objektiven Blick auf Ihre Infrastruktur und Empfehlungen für gezielte Verbesserungen.
Bei Bedarf beraten wir Sie gerne – Kontakt aufnehmen.
Warum Microsoft Teams ein beliebtes Ziel ist
Microsoft Teams hat sich in den letzten Jahren als zentrale Plattform für die interne Kommunikation in Unternehmen etabliert. Besonders in Österreich nutzen zahlreiche Unternehmen Teams, um Meetings, Chats und Dateiaustausch effizient abzuwickeln.
Diese Beliebtheit macht Teams zu einem attraktiven Ziel für Cyberkriminelle:
- Hoher Verbreitungsgrad: Je mehr Unternehmen Teams nutzen, desto größer ist die mögliche Ausbeute für Angreifer.
- Vertrauensbasis: Mitarbeitende nehmen Nachrichten innerhalb von Teams meist weniger kritisch wahr als E-Mails von externen Absendern.
- Integration mit anderen Systemen: Über Teams können Dateien, Links und sogar Anwendungen geteilt werden – ein Einfallstor für Malware.
- Schnelle Verbreitung: Ein infizierter Account kann sich über Gruppen und Kanäle schnell im gesamten Unternehmen ausbreiten.
Es ist daher entscheidend, Microsoft Teams nicht nur als Kollaborationswerkzeug, sondern auch als potenzielles Einfallstor für Cyberangriffe zu betrachten.
So erkennen Sie verdächtige Aktivitäten in Microsoft Teams
Selbst mit den besten Schutzmaßnahmen ist es wichtig, wachsam zu bleiben. Achten Sie auf folgende Warnsignale:
- Ungewöhnliche Chat-Anfragen: Plötzliche Kontaktaufnahmen von unbekannten Nutzer:innen oder solche, die sich als Support ausgeben.
- Aufforderungen zum Download von Plugins oder Dateien: Besonders, wenn diese von externen Kontakten stammen.
- Links zu unbekannten Webseiten: Prüfen Sie immer die Adresse, bevor Sie klicken.
- Ungewöhnliche Aktivitäten: Unerklärliche Statusänderungen, neue Kanäle oder Dateien, die Sie nicht selbst angelegt haben.
Sollten Sie solche Aktivitäten feststellen, informieren Sie sofort Ihre IT-Abteilung oder Ihren externen IT-Dienstleister.
Was tun im Ernstfall? – Erste Hilfe bei einem Cyberangriff
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass ein Cyberangriff erfolgreich ist. In diesem Fall gilt:
- Sofort handeln: Trennen Sie betroffene Geräte umgehend vom Netzwerk. So verhindern Sie eine weitere Ausbreitung.
- IT-Abteilung informieren: Melden Sie den Vorfall unverzüglich Ihrer IT-Abteilung oder Ihrem IT-Dienstleister.
- Angriffswege analysieren: Lassen Sie von Expert:innen prüfen, wie die Angreifer ins System gelangt sind und welche Daten betroffen sind.
- Systeme bereinigen: Säubern oder setzen Sie betroffene Systeme zurück. Spielen Sie, falls notwendig, Backups ein.
- Behörden informieren: In Fällen von Datenverlust oder Datenschutzverletzungen kann es sinnvoll sein, die Datenschutzbehörde zu kontaktieren. Holen Sie im Zweifelsfall rechtlichen Rat ein.
- Kommunikation abstimmen: Informieren Sie betroffene Kund:innen oder Partner nach sorgfältiger Absprache mit Ihrer Rechtsabteilung.
Mit einer klaren Notfallstrategie begrenzen Sie Schäden und stellen den Geschäftsbetrieb schnellstmöglich wieder her.
Wie comm-IT Sie unterstützt
Als österreichischer IT-Dienstleister mit Fokus auf Unternehmensschutz und Datensicherheit bieten wir Ihnen:
- Individuelle Beratung: Analyse Ihrer aktuellen IT-Sicherheit und maßgeschneiderte Empfehlungen.
- Schulungen: Durchführung von Awareness-Trainings für alle Mitarbeitenden – speziell auf die Risiken durch Microsoft Teams zugeschnitten.
- Technische Lösungen: Implementierung und Betreuung von Sicherheitssoftware wie ThreatDown Virenschutz.
- Managed Services: Durchgehende Überwachung und Wartung Ihrer IT-Infrastruktur (IT-Betreuung und Managed Services).
- Soforthilfe im Ernstfall: Unterstützung bei der Analyse und Bereinigung nach einem Cyberangriff.
Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung und schützen Sie Ihr Unternehmen nachhaltig vor Cyberbedrohungen.
Fazit
Die Bedrohung durch Malware über Microsoft Teams ist real und betrifft zahlreiche Unternehmen, insbesondere in sensiblen Branchen wie Hotellerie, Verlagswesen, Medien und beratende Berufe. Angriffe werden immer raffinierter und nutzen gezielt menschliche Schwächen und technische Lücken aus.
Doch Sie können aktiv vorsorgen: Regelmäßige Mitarbeiterschulungen, technische Schutzmaßnahmen und eine klare Notfallstrategie mindern das Risiko erheblich. Mit einem professionellen Partner wie comm-IT an Ihrer Seite sind Sie für aktuelle und zukünftige Cyberbedrohungen bestens gerüstet.
Handeln Sie jetzt und schützen Sie Ihre Daten und Ihren Unternehmenserfolg!
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Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob mein Unternehmen betroffen ist?
Achten Sie auf ungewöhnliche Aktivitäten in Microsoft Teams, wie unerwartete Nachrichten, neue oder unbekannte Dateien, oder plötzliche Systemverlangsamungen. Führen Sie regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen mit Unterstützung Ihrer IT-Abteilung oder eines externen IT-Dienstleisters durch.
Was sind die ersten Schritte zur Verbesserung meiner Cybersicherheit?
Beginnen Sie mit gezielten Schulungen für Ihre Mitarbeitenden, um sie für aktuelle Risiken zu sensibilisieren. Ergänzen Sie dies durch die Implementierung einer aktuellen Sicherheitssoftware, regelmäßige Updates und die Nutzung von Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Wie kann ich sicherstellen, dass meine Daten geschützt sind?
Nutzen Sie sichere Passwörter, aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung und führen Sie regelmäßige, automatisierte Backups durch. Setzen Sie auf professionelle Sicherheitslösungen, überwachen Sie Ihre Systeme und überprüfen Sie regelmäßig Ihre Notfallpläne.
